Allgemein | Schicksalsschläge

Der Tod eines geliebten Menschen – 2.Teil

12. März 2018

Nach dem Tod von Bäda verbrachte ich viel Zeit bei meiner Schwester und ihrer Familie oder zusammen mit Freunden. Ich konnte einfach nicht begreifen was geschehen war. Die seelischen Schmerzen waren so unendlich schlimmer als bei dem Tod meiner Eltern. Ich hatte einfach keine Ahnung wie ich da wieder hinaus finden oder jemals wieder glücklich werden sollte.

Nach seinem Tod, auf Bädas Grab liegen viele Blumen in Organe.
Bädas Grab

Die ganze bürokratische Abwicklung erledigte ich wie in Trance – Grab und Grabstein kaufen, Versicherungen, Arbeitgeber usw. informieren, Beerdigung organisieren. Der ganze Scheiß, der gemacht werden muss nach dem Tod eines Menschens.  Bei der Beerdigung habe ich alle Gäste gebeten etwas Orangenes zu tragen, Bädas Lieblingsfarbe, auch der Blumenschmuck war überwiegend orange.  Außerdem habe ich das Lied  von Irgendwie und Sowieso, einer seiner Lieblingsserien und von Konstatin Wecker „So a saudummer Tag“ spielen lassen. Mir war so wichtig Bäda zu ehren und nicht, es den gesellschaftlichen Regeln recht zu machen. Jeder sollte ihn so in Erinnerung behalten wie er war. Fröhlich, gut drauf und voller Sonne! Auch auf den sogenannten Leichenschmaus, der ja heutzutage immer noch erwartet wird, habe ich ebenfalls verzichtet. Ich kann nichts daran finden, sich hinter zusammen zu setzen und so zu tun als wäre nichts gewesen. Und es war mir auch total egal, was andere davon gehalten haben, es war Bädas Beerdigung und nicht deren!

Ein unfassbarer Verlust

Obwohl ich schon Erfahrung mit dem Tod meiner Oma, meiner Eltern & meines ungeborenen Kindes hatte, ist der Verlust meines Partners bis heute das SCHLIMMSTE was mir passiert ist. Selbst beim Schreiben dieses Textes schaffe ich es nicht meine Tränen zu stoppen. Ich habe angefangen ein Tagebuch zu schreiben, Briefe an ihn sozusagen. Das hat mir etwas geholfen. Wirklich gut ist es aber bis heute nicht, obwohl ich eine neue genauso wertvolle Liebe gefunden habe. Das Loch in meinem Herzen wird nicht mehr geschlossen, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Ich erlaube mir darüber zu reden, auch mit meinem neuen Partner, ich erlaube mir traurig zu sein und zu weinen, ich erlaube mir liebevoll von ihm zu reden, ich erlaube mir Bilder von ihm aufzuhängen, denn er wird immer ein Teil von mir sein. Matthias mein Mann hat dies alles verstanden, er weiß das es nichts mit ihm zu tun hat wenn ich an Bäda denke oder traurig bin. Er kann damit umgehen und spenden mir Trost. Das ist das Wertvollste was mir bei dieser ganzen Katastrophe gesehen konnte.

 

 

 

 

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