Vorsorge ist der beste Schutz gegen Hautkrebs
Allgemein | Transplantation

Hautkrebs vermeiden nach der Transplantation

26. Juni 2019

Zum Leben jedes Transplantierten gehört ein erhöhtes Krebs.- und somit auch Hautkrebsrisiko. Da die Sonne in dieser Woche alles gibt und es zu Rekordtemperaturen von über 40 Grad kommen soll, habe ich mir gedacht, ich beleuchte das Thema Hautkrebs, seine Vermeidung und das Thema Sonnenschutz einmal genauer. Bitte denke daran, ich bin eine Betroffene, die sich alle Informationen selbst erarbeitet oder erfragt hat. Solltest du spezielle Fragen zum Thema Hautkrebs haben, wende dich bitte an deinen Arzt.

Krebsrisiko nach der Transplantation

Viele Krebsarten entstehen dadurch, dass krankhaft veränderte Zellen im Körper vom Immunsystem nicht erkannt werden und dadurch unkontrolliert wachsen können. Dies kann, wie wir wissen, auch einen gesunden Menschen treffen. Da du aber nach einer Transplantation Medikamente nehmen musst, die das Immunsystem unterdrücken, ist das Risiko an Krebs zu erkranken um ein Vielfaches erhöht. Hautkrebs ist dabei einer der häufigsten Erkrankungsarten.

Die Sonne mit ihren UV-Strahlen

Das Licht unserer Sonne besteht aus unterschiedlichen Strahlenarten. Eine davon ist das UV-Licht, also die ultravioletten Strahlen. Dieses Licht können wir weder sehen noch fühlen, trotzdem wirkt es sich auf unsere Haut aus. Wir bekommen einen Sonnenbrand, wenn unsere Haut zuviel ultraviolettes Licht abbekommen hat. Doch auch schon davor wird die Haut durch diese Licht geschädigt.

Sonnenbrand und andere Schäden an unserer Haut kann der Körper selbst heilen. Mit der Zeit fällt ihm das jedoch schwerer und schwerer, unheilbare Veränderungen der Zellen entstehen. Die Grundlage für die Entstehung von Krebs ist geschaffen. Um das alles zu vermeiden kannst du einiges tun.

Maßnahmen um der Entstehung von Hautkrebs vorzubeugen

Sonnenschutz durch Hut, Sonnenbrille und ein langes Badeshirt
  • Vermeide direkte Sonne, Sonnenbäder und vergesse Solarien
  • Bleib in der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr drinnen, in diesem Zeitraum ist die UV-Strahlung am höchsten
  • Schütze dich durch lange Kleidung, Sonnenbrille und Kopfbedeckung. Mittlerweile gibt es auch spezielle Kleidung mit UV-Schutz. Ich habe zum Beispiel ein langärmliges Badeoberteil mit extra UV-Schutz (siehe Bild).
  • Geh regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge. Transplantierte sollten auf alle Fälle einmal im Jahr zum Hautarzt gehen. Besser noch 2 x jährlich. Bespreche das mit deinem Arzt, bei meinem war das kein Problem.
  • Untersuche deine Haut regelmäßig selbst. Bei Veränderungen ab zum Arzt. Lieber einmal zuviel, als einmal zu wenig.
  • Und last but not least – Verwende Sonnencreme und vergesse nicht regelmäßig nachzucremen.

Die richtige Sonnencreme für die Hautkrebs Vorsorge

Ich persönlich hasse Sonnencreme. Ich fühle mich klebrig und schwitzig sobald ich mich eingeschmiert habe. Daher vermeide ich es meist überhaupt hinaus zu gehen. Da ich eher ein Winterkind bin, fällt mir das nicht so schwer. Direkte Sonne war noch nie meins. Ganz vermeiden kann aber auch ich die Sonneneinstrahlung auf meiner Haut nicht. Daher habe ich viele verschiedenen Sonnencremes ausprobiert. Hier meine Meinung, die absolut und total subjektiv ist.

Die meisten gängigen Sonnenschutzmittel, die man im Drogeriemarkt bekommt, habe ich mit LSF 50 getestet. Die gute Nachricht: Alle haben ihren Zweck erfüllt, ich habe keinen Sonnenbrand bekommen. Ebenfalls haben alle gut gerochen und sind relativ preiswert. Leider haben auch alle einen klebrigen Film auf meiner Haut hinterlassen. Mein persönliches Sommer-Horror-Märchen. Da mich das nicht zufrieden gestellt hat, habe ich Actinica ausprobiert.

Actinica- Sonnenschutz gegen Hautkrebs

Actinica – empfohlen für Immunsupprimierte

Dieses Sonnenschutzmittel wird für Risikopatienten, wie uns Transplantierte, sehr empfohlen. Es hat einen sehr hohen LSF, die Dame in der Apotheke meinte LSF 100. WOW! 80 Gramm kosten hier in der Apotheke aber auch schon schlappe 26,90 €. Beim Online-Händler unseres Vertrauens, ich denke du weist wen ich meine, bekommt man die Lotion auch schon für 22,79 €. Also einen Hauch günstiger.

Auch damit habe ich mich eingeschmiert und keinen Sonnenbrand bekommen. Die Lotion zieht schnell ein und riecht für mich etwas nach Kokos – ich mag Kokos. Der Kleb-Faktor ist nicht so schlimm wie bei den anderen aber auch da. Insgesamt muss ich aber sagen, die Actinica-Lotion kann man durchaus verwenden.

Mein persönlicher Anti-Kleb-Testsieger

Anthelios Sonnenschutz gegen Hautkrebs

Durch Zufall bin ich auf die Anthelios XL LSF 50+ Mattierende Gelcreme gestoßen. Wie alle anderen hält die Creme das Versprechen des Sonnenschutzes – ich hatte keinen Sonnenbrand. Darüberhinaus klebt diese Creme aber überhaupt nicht. Im Gegenteil, sie zieht schnell ein und durch den mattierenden Effekt fühlt sich die Haut an, als wäre Puder darauf. Ein Träumchen! Ganz günstig ist auch dieser Sonnenschutz nicht, bei einer Online-Apotheke kosten 50 ml 14,39 €. Ich gehe aber lieber drei Mal weniger ins Kino oder Essen und kaufe mir dafür einen wirksamen Schutz gegen eine tödliche Krankheit wie Hautkrebs.

Vorsorge ist bei Hautkrebs das A & O

Natürlich spielt nicht nur die Vorsorge, sondern auch andere Faktoren wie familiäre Belastung usw. bei einer Krebserkrankung eine Rolle. Trotzdem bin ich der Meinung, dass eine gute Vorsorge das A und O ist. Und das nicht nur für transplantierte Menschen, sonder generell für alle. Menschen die sich ohne Sonnenschutz stundenlang in die pralle Sonne knallen, glauben wahrscheinlich auch, die Nachrichten über den Klimawandel sind Fake-News.

Nicht nur die Hautkrebs Vorsorge ist wichtig!

Übrigens sollten Immunsupprimierte nicht nur die Hautkrebsvorsoge, sondern alle Krebsvorsorgen regelmäßig und gewissenhaft wahrnehmen. In dem Link findest du einen guten Überblick, welche Untersuchungen es gibt. Meiner Meinung nach gilt das aber auch für unsere gesunden Mitmenschen. Krebs ist heutzutage durch Vorsorge vermeidbar oder oft heilbar. Meine Mutter ist vor über 20 Jahren an Darmkrebs gestorben. Ich war damals 16 und es war kein Spaß! Jeder kann selbst dazu beitragen gesund zu bleiben.

Deine Sandra

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